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Die U19 der SG Lonnerstadt/Wachenroth stieg in der vergangenen Saison über die Relegation in die Kreisliga auf und bekommt nun einen neuen Trainer; besser gesagt ein ganzes Trainerteam. Erich Kaiser übergibt nach mehreren Jahrzehnten unter anderem an seinen Junior Steffen.

Wie lange genau sein Vater Erich Trainer beim TSV Lonnerstadt war, kann Steffen Kaiser gar nicht genau sagen. Es waren jedenfalls mehr als 20 Jahre in der A-Jugend beziehungsweise der Ersten Mannschaft. Nach dieser langen Zeit und dem Aufstieg in die Kreisliga über die Relegation gibt Erich Kaiser das Traineramt der U19 nun weiter. Von der Vereinsführung wurde bei Sohnemann Steffen Kaiser angefragt, ob er sich vorstellen könne, diesen Posten zu übernehmen. Er bejahte, wird sich die Arbeit im Jugendbereich jedoch mit drei weiteren Leuten im Trainerteam aufteilen. Mit dabei in diesem Quartett sind Jochen Paulus, Stefan Fleischmann und Christoph Junggunst.

Die Gründe dafür, warum die Arbeit in der U19 auf vier Schultern verteilt wird, liegen auf der Hand. Zum einen soll immer jemand da sein, wenn ein anderer Trainerkollege verhindert ist. Zum Anderen stellt die SG Lonnerstadt/Wachenroth in dieser Saison eine A2-Jugend und hat zusammen mit der B-Jugend 45 Fußballer. Dabei ist die A2 für die Spieler angedacht, die in der A1 oder der B1 nicht regelmäßig zum Zug kommen. Als Ursache dafür, dass so viele junge Talente die Weg nach Lonnerstadt gefunden haben, und so viele Fußballer dort spielen wollen, nennt Steffen Kaiser die Auflösung der JFG Ebrach Aisch. Deren Jugendspieler fanden nun den Weg auf den Sonnenhügel.


Leidenszeit bei Steffen Kaiser

Für den 30-jährigen Steffen Kaiser ist die U19 der (SG) Lonnerstadt die erste Station als Trainer. Zum Fußballspielen selbst musste der Stürmer viel zu früh aufhören und hat deswegen nun Zeit, sich um die Jugendarbeit in seinem Verein zu kümmern. „Aktuell ist es so, dass ich meinen zweiten Kreuzbandriss noch operieren lassen muss", erklärt der Fußballer. Im Juli 2015 zog er sich eine Meniskusverletzung zu, die bereits operiert wurde. In der vergangenen Winterpause wollte er dann wieder zum Kicken anfangen, aber im dritten Training riss das Kreuzband. Im Jahr 2010 hat er sich bereits das Kreuzband im linken Knie gerissen, 2016 war es nun das rechte. Die Pechsträhne riss nicht ab, weswegen Steffen Kaiser nun vorsichtig ist und noch nicht weiß, ob er überhaupt nochmal mit dem Fußballspielen anfangen soll.

Trainingslager zu Beginn

Da bietet es sich natürlich an, dass Steffen Kaiser einen anderen Posten im Verein übernimmt. Mit der A-Jugend ist das Ziel nach dem letztjährigen Aufstieg natürlich erst einmal der Klassenerhalt. Begonnen hat er seine Arbeit mit den jungen Kickern bei einem Trainingslager in der Fränkischen Schweiz. Von Freitag bis Sonntag gastierte der Lonnerstädter Tross in Streitberg und durfte das Sportgelände des TSV Ebermannstadt nutzen. „Neben den Einheiten auf dem Platz ging es vor allem darum, sich untereinander kennenzulernen", sagt Steffen Kaiser. „Das war ein gelungener Ausflug!"


Innenverteidigung nun bei den Herren

Die komplette Aufstiegs-Viererkette der SG Lonnerstadt/Wachenroth ist in die Herrenmannschaften rausgekommen. Der Kern der Mannschaft ist jedoch zusammengeblieben. „Wir haben eine gute Offensive, nur die Defensive müssen wir noch stabilisieren, aber auch das werden wir schaffen", sagt Steffen Kaiser. Neben den sportlichen Zielen während der Saison wäre es für den neuen Trainer ein Erfolg, dass es jedes Jahr einer oder zwei seiner Spieler aus der U19 in die Erste Mannschaft der Lonnerstädter schaffen. „Das ist eines meiner Ziele."

In der A-Junioren Kreisliga spielen derweil viele Teams, die dem Trainer gänzlich unbekannt sind. Und da es keine Zweiteilung des Spielkreises Erlangen/Pegnitzgrund gibt, wie beispielsweise bei in den Herren-Kreisligen, stehen für Lonnerstadt weite Fahrten auf dem Programm. Steffen Kaiser nennt ein Freitagabendspiel in Pegnitz, bei dem 90 Kilometer einfache Fahrt anstehen. „Genau deswegen haben wir unter anderem ein größeres Trainerteam, weil sich nicht jeder für ein solches Spiel freinehmen kann." Ansonsten ist Steffan Kaiser frohen Mutes und geht euphorisch an seine Aufgabe heran: „Die Jungs sind heiß, ich freue mich drauf!"

 

Quelle: www.anpfiff.info / Uwe Kellner

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