Aufgrund eines späten Gegentores haben die BOL-Damen des TSV Lonnerstadt einen Sieg zum Saisonabschluss verpasst.

Das 1:1 beim SV Sulzkirchen war aber insgesamt ein gerechtes Ergebnis.
Denn: „Bis auf den Start haben wir die erste Halbzeit verschlafen“, fand Trainer Hannes Schatz. In der sechsten Minute spielte Nadine Geinzer einen Diagonalpass über die Abwehr auf Kathrin Litz, die rechts unten einnetzte. Ein idealer Auftakt also, aber „danach haben wir das Spielen eingestellt.“
So kam das aggressive Sulzkirchen, das das Lonnerstadter Aufbauspiel früh störte, bis zur Pause zu einer Reihe an guten Chancen, konnte diese aber allesamt nicht nutzen. „Ein 1:1 wäre zur Halbzeit verdient gewesen.“
Die zweiten 45 Minuten boten ein anderes Bild. „Wir haben es gut gemacht, nun selbst die Spielkontrolle inne gehabt, es aber verpasst, das zweite Tor nachzulegen.“ Am nächsten dran war Stefanie Litz, die jedoch an der Latte scheiterte.
Von den Gastgeberinnen kam nun weniger, doch in der Schlussphase warf der SV alles nach vorne, um die Heimniederlage zu vermeiden. Kurios: Torhüterin Michelle Wagler tauschte gar die Position mit einer Mitspielerin und lief fortan im Sturm auf.
Der Schachzug ging am Ende auf. Nachdem zuvor ebenfalls Aluminium dem 1:1 im Weg stand, schlug Magdalena Branner in der Nachspielzeit zu (90.+2). „So ein spätes Gegentor ist natürlich sehr ärgerlich und schade. Aber insgesamt geht es schon in Ordnung“, befand Schatz.
Damit beendet der TSV die Spielzeit 2017/2018 auf einem starken vierten Platz. „Es war eine sehr gute Saison, gerade wenn man die vielen Ausfälle in Betracht zieht.“ Die finale Bilanz: Aus 20 Spielen holte der TSV 36 Punkte und durfte 39 Tore bejubeln. Nur Primus Ezelsdorf kann zudem eine bessere Defensive als Lonnerstadt (24 Gegentore) vorweisen.

Statistik:
Tore: 0:1 Kathrin Litz (6., Vorarbeit: Nadine Geinzer), 1:1 Magdalena Branner (90.+2)

SV: Wagler – Bauer (79. Foistner), Stracke (46. Kolb), Branner, Lögl, Rudek, Böhm, Brodwolf (46. A. Lux), Peyrer (67. Schmidt), Krenauer, Hickl
TSV: Hagen – S. Litz, Utzmann, Buchholzer, Schwarm – Geinzer, Dellermann – Decke, Lutz (62. Spörl) – Müller (86. Geyer), K. Litz (90. Hecht)

Gelbe Karten: keine

Schiedsrichter: Horst Gruber