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Lonnerstadts Fußballfrauen erobern auch die BOL.

Anfang September startete die Damenmannschaft des TSV Lonnerstadt nach drei Aufstiegen in Serie in das Abenteuer Bezirksoberliga. Zwölf Spiele später steht nach Ende der Hinrunde ein starker dritter Platz für das Team von Coach Andreas Uebler zu Buche. Der Blick auf das bisher Erreichte lohnt sich.

Lonnerstadt - In einem sind sich Trainer und Spielerinnen einig: Man hat sich bisher sehr gut geschlagen. "Es war ein Stück weit unbekanntes Terrain für uns", erinnert sich Uebler und auch Rechtsverteidigerin Maj-Britt Groppe merkt an: "Der Respekt war vor Saisonbeginn durchaus groß".

Doch den Start zu Hause gegen Segringen meisterte der TSV mit Bravour. Am Ende stand ein 5:1-Erfolg für das Team vom Sonnenhügel. "Wir haben damit unterstrichen, dass wir kein Kanonenfutter sein werden", meint Uebler. „Es war schon ein Signal, das wir keinerlei Grund haben, uns zu verstecken“, findet auch Innenverteidigerin Judith Utzmann.

Zwar war die Spielzeit nicht frei von kleineren Rückschlägen, doch die Anpassung gelang auch dank einiger prägender Ereignisse. „Das Spiel in Dittenheim war so ein Moment. Wir führen zur Pause 3:0, kassieren schnell zwei Gegentore, behalten aber am Ende mit 5:2 die Oberhand." Für Uebler auch ein Beweis für den ausgezeichneten Charakter der Mannschaft.

Auf das bittere 0:4 gegen eine verstärkte Fürther Reserve folgte eine Serie von fünf Spielen ohne Niederlage. Darunter war auch ein überzeugender 3:0-Erfolg beim Absteiger Post SV Nürnberg. „Es war für mich ein wenig der Knackpunkt in der Saison. Mittwochabend, alle hatten schon arbeiten müssen und dann haben wir gegen einen starken Gegner eine absolut souveräne Leistung geboten.“, bilanziert Mittelfeldspielerin Kim Kißler, die vor der Saison aus Frickenhausen kam und von dort Bayernliga-Erfahrung mitbrachte.

„Das Niveau der Liga ist gut, jeder kann hier jeden schlagen. Wir haben uns recht gut eingefügt und weitestgehende starke Leistungen gezeigt“, lautet das Urteil der 22-Jährigen. Auch die teilweise recht langen Auswärtsfahrten hat mangut verkraftet. „Sie schlauchen schon, aber beim Aufwärmen vergeht das wieder“, meint Utzmann und Kißler ergänzt zu recht: „Auswärts sind wir eigentlich immer stark aufgetreten.“
In der Tat holte der TSV zwölf seiner 20 Punkte auf fremden Platz und ist in der Auswärtstabelle auf Rang zwei zu finden. „Wenn man den Sport lebt, nimmt man die Mühen gerne auf sich, auch wenn letztlich ein ganzer Tag am Wochenende wegfällt“, so Groppe.

Auch die sportliche Weiterentwicklung ist gelungen, wobei Uebler betont, dass „insbesondere im taktischen Verhalten ein großer Schritt nach vorne gemacht wurde. Alle haben sich verbessert.“ Auch seine Spielerinnen sind sich einig, dass „eine Entwicklung als Team und auch bei den einzelnen Spielerinnen sichtbar ist.“

„Es gibt klare Unterschiede in der Qualität der Spiele zum Vorjahr“, meint Groppe, auch Abwehr-Kollegin Utzmann merkt an: „Es geht schneller, man muss 90 Minuten lang wachsam sein. Fehler werden rasch bestraft, der Gegner lauert nur darauf.“ Insbesondere in den letzten beiden Saisonspielen gegen die beiden höher platzierten Teams aus Ezelsdorf und Obereichstätt wurde dies ersichtlich. „Wir haben in beiden Partien sehr gut gespielt, aber eigentlich aufgrund eines einzigen Fehlers verloren“, erinnert sich Uebler.

 

Platz drei und 20 Punkte klingen komfortabel, doch der Trainer weiß, dass „noch nichts gewonnen ist“. Relegationsplatz zehn ist gerade einmal fünf Punkte entfernt. Insgesamt ist das Feld sehr eng, „die Platzierung trügt also etwas“. Die Leistung der TSV-Damen soll dies aber nicht schmälern. Die Zuschauerzahlen bei den Heimspielen – bis zu 100 Fans besuchen die Partien am Sonnnenhügel – sind eine weitere Bestätigung dafür, dass guter Fußball geboten wird.
Im März geht es nach gut vier Monaten Pause weiter. „Der Start in die Rückrunde wird mitentscheidend sein. Bei einigen Teams kommen verletzte Spielerinnen zurück, das wird die Liga noch einmal spannender machen“, prognostiziert Uebler, betont aber auch: „Wir wollen uns weder ausruhen noch die Trauben zu hoch hängen. Vor drei Jahren haben wir noch Kreisklassen gespielt, insofern leidet jeder, der höhere Erwartungen als den Klassenerhalt hat, ehrlich gesagt an Realitätsverlust. Wenn es für den Ligaverbleib reicht, ist das Spitze, wenn nicht, wissen wir, dass wir alles dafür getan haben.“

Raum für Verbesserungen gibt es immer. „Das Selbstvertrauen in den Zweikämpfen und allgemein die schelle Ballverarbeitung kann noch besser werden“, findet etwa Uebler. „Weiterhin konstante Leistungen zeigen und alles geben“, meinen auch Groppe, Utzmann und Kißler mit Blick auf die Ziele für die Rückrunde. „Dann dürfte der Klassenerhalt sicher sein“.

Ansprechpartner Senioren


Frank Iftner

2. Vorsitzender
Abteilung Sport

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iftner.frank@t-online.de



Andreas Popp

Fussball Abteilungsleiter

09193 / 8265
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Andreaspopp1@gmx.net



Alois Schwandner

Großfeldkoordinator

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ab.schwandner@t-online.de


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