Dank einer bärenstarken zweiten Halbzeit haben die BOL-Damen des TSV Lonnerstadt die Reserve der SpVgg Greuther Fürth mit 2:1 bezwungen.

Vor der Pause taten sich die Gastgeberinnen gegen die defensiv ausgerichteten Fürtherinnen noch schwer, im zweiten Durchgang aber drehte der TSV auf und hätte höher gewinnen können. Im Vergleich zum 5:0-Sieg in Leerstetten am Samstag gab es drei Änderungen: Nicole Westland, Nadine Geinzer und Sonja Lutz begannen für Lisa Dellermann, Jessika Buchholzer und Nathalie Geyer.
Fürth zog sich schon in der Anfangsphase in die eigene Hälfte zurück, überließ Lonnerstadt den Ballbesitz und lauerte selbst auf Konter. Gerade über die Flügel tat sich der TSV sehr schwer und kam nur selten in aussichtsreiche Positionen. Fürths Kontertaktik ging in der 18. Minute auf: Daniela Balda spielte einen starken Steilpass, halblinks war Amelie Striegel der Abwehr der Gastgeberinnen entwischt und stellte ohne größere Probleme auf 0:1. Auch in der Folge mühte sich die Truppe von Trainer Hannes Schatz zumeist vergeblich gegen defensivstarke Gäste. Erst kurz vor der Pause wurde der TSV zwingender. Julia Müller scheiterte nach einem guten Diagonalball von Aileen Decke an Torfrau Janina Leipold (38.). Die folgende Ecke von Nadine Geinzer landete am Außenpfosten (39.). Keine Minute später war der verdiente Ausgleich fällig. Kathrin Litz hatte für Decke durchgesteckt, die aber nicht an Leipold vorbeikam. Die mitgelaufene Julia Müller war aber zur Stelle und drückte das Spielgerät über die Linie – ein Tor des Willens (40.).

In den zweiten 45 Minuten agierte der TSV dann deutlich druckvoller, griff früher an und schob die beiden „Sechser“ Nadine Geinzer und Nicole Westland weiter nach vorne. Das Resultat: beinahe völlige Spielkontrolle, Fürth kam kaum aus der eigenen Hälfte. Nachdem Kathrin Litz Torfrau Leipold ein erstes Mal geprüft hatte (48.), folgte das 2:1 prompt. Maj-Britt Groppe trat aus gut 30 Metern einen Freistoß auf das Tor. Leipold konnte den starken Schuss noch an die Latte lenken, doch erneut war Julia Müller gedankenschneller als alle anderen und staubte ab – Spiel gedreht (53.). Ein Aufbäumen von Seiten der Gäste blieb aus, Lonnerstadt war weiter tonangebend und arbeitete am dritten Treffer. Nach starker Vorarbeit von Kathrin Litz hatte Müller ihr drittes Tor auf dem Fuß, zielte aber knapp vorbei (60.). Auch Decke verpasste nach Vorlage von Litz das 3:1 knapp (65.). In der 70. Minute hatte Fürth zudem Glück, dass ein Foul an Kathrin Litz, die allein durch gewesen wäre, nur mit Gelb geahndet wurde. Der folgende Freistoß von Groppe zischte hauchzart über die Querlatte (71.). Erst in den letzten zehn Minuten baute Fürth Druck auf, doch der TSV verteidigte entschlossen. Dennoch musste man einen großen Schreckmoment überstehen: Amanda Sulweski war bereits an Torfrau Ivonne Hagen vorbeigezogen, doch die mitgelaufene Julia Schwarm rettete stark auf der Linie und sicherte ihrem Team so die drei Punkte (85.).
„Wir hatten Fürth in der zweiten Halbzeit voll im Griff, von daher ist der Sieg absolut verdient“, freute sich Trainer Hannes Schatz. Aus dem Osterwochenende nimmt der TSV die vollen sechs Punkte mit.

 

Statistik:

Tore: 0:1 Amelie Striegel (18., Vorarbeit: Daniela Balda), 1:1 Julia Müller (40., Vorarbeit: Aileen Decke), 2:1 Julia Müller (53., Vorarbeit: Maj-Britt Groppe)

TSV: Hagen – Groppe, Utzmann, S. Litz, Schwarm – Geinzer, Westland – Lutz (90. Hollmann), Decke (83. Dellermann) – Müller (78. Geyer), K. Litz
SpVgg: Leipold – Büttner, Weidner, Hau, Stelzner – Miravalles Tsekos (84. Schwabe), Begović – Barth (46. Adlung), Balda – Sulewski, Striegel

Gelbe Karten: S. Litz (82., Foulspiel) – Begović (54., Meckern), Weidner (70., Foulspiel), Büttner (80., Foulspiel)

Schiedsrichter: Norbert Göbel (Erlangen)

 

Maximilian Hubert (NN)