Die BOL-Damen des TSV Lonnerstadt haben ihr Heimspiel gegen den Tabellenzweiten SG Nürnberg Fürth ebenso souverän wie verdient mit 3:0 gewonnen. Dabei war das Team von Trainer Dieter Brodmerkel klar spielbestimmend und zeigte sich in der Defensive sehr stabil. Ein Doppelschlag nach einer Stunde war bereits die Entscheidung.
Der Tabellenzweite SG Nürnberg Fürth war leicht ersatzgeschwächt an den Sonnenhügel gereist, mit Christina Wagner und Verena Eichhamer (zusammen elf Tore) standen aber dennoch zwei starke Offensivkräfte in der Startelf.
Auch beim TSV gab es einen Ausfall, Kapitänin Verena Haberkamm wurde krankheitsbedingt durch Jacqueline Bär ersetzt, die neben Kathrin Litz in die Sturmspitze rückte. Die Gastgeberinnen agierten damit in einem 4-4-2-System anstelle des gewohnten 4-2-3-1.
Trainer Brodmerkel hatte vor dem Spiel betont, dass seine Mannschaft "von Beginn an hellwach sein muss". Diese Vorgabe setzte Lonnerstadt hervorragend um, war das klar aktivere Team und hatte bereits in der fünften Minute die Großchance zur Führung. Nach einem Fehler von Jacquelin Simon stand Aileen Decke frei vor Torfrau Stefanie Seifert, die allerdings stark parierte.
Die Gäste dagegen enttäuschten, fanden nur sehr schwer ins Spiel und kamen zwar gelegentlich zu Abschlüssen, von denen aber keiner dem Lonnerstadter Tor gefährlich wurde. Gerade als die Partie etwas an Struktur verloren hatte, ging der TSV in Front. Decke war auf rechts ausgewichen und hatte sich dort stark durchgesetzt, ihre flache Hereingabe nahm Kathrin Litz am Elfmeterpunkt an und traf präzise ins linke untere Eck (31.).
Das 1:0 war auch der Pausenstand und dieser war verdient. In der Schlussminute kam Nürnberg Fürth zur ersten nennenswerten Toraktion, ein abgefälschter Schuss von Verena Eichhammer landete am Außenpfosten. Torhüterin Ivonne Hagen wäre aber zur Stelle gewesen (45.).
Auch in Halbzeit Zwei startete Lonnerstadt aktiver, übte viel Druck auf den Gegner aus und arbeitete am zweiten Treffer. Ein abgefälschter Schuss von Decke verfehlte das Tor zwar noch (58.), Saisontreffer Nummer Sieben folgte aber sogleich. Ein herrlicher Steilpass von Kim Kißler setzte die Flügelspielerin in Szene, die am Strafraumrand an Torfrau Seifert vorbeizog und aus spitzem Winkel hoch ins lange Eck traf (63.).
Keine zwei Minuten später folgte das 3:0: Wieder Kißler hatte einen hervorragenden Ball über die Abwehr gehoben, diesmal war es mit Luca Peter die andere Flügelspielerin, die das Spielgerät an Seifert vorbeilegte und ins leere Tor einschob (65.).
Damit war die Partie entschieden, denn Lonnerstadt stand in der Defensive absolut sicher und kombinierte weiter munter nach vorne. So waren die Brodmerkel-Schützlinge dem vierten Tor näher als die Gäste dem Anschluss. Da aber die letzte Präzision fehlte, blieb es auch beim in der Höhe verdienten Heimerfolg.
"Man kann immer etwas verbessern, aber es war heute eine gute Leistung. Wir waren sehr präsent, zweikampfstark und defensiv sicher", lobte auch Brodmerkel. In der Tabelle belegt Lonnerstadt damit Rang Vier.

Statistik:
Tore: 1:0 Kathrin Litz (31., Vorarbeit: Aileen Decke), 2:0 Aileen Decke (63., Vorarbeit: Kim Kißler), 3:0 Luca Peter (65., Vorarbeit: Kim Kißler)

TSV: Hagen - Groppe, Utzmann, S. Litz, Schwarm - Geinzer, Kißler - Peter, Decke - Bär (72. Müller), K. Litz
SG: Seifert - Simon, Bach, Lämmermann, Ludewig - Ellmer, Eichhammer - Hübner-Schrüfer, Wagner, Birkmann (65. Cambuli) - Pühler

Gelbe Karten: keine
Schiedsrichter: Simon Mayerl (Erlangen)