In einer zerfahrenen Kreisligapartie holt sich Niederndorf in Lonnerstadt drei Punkte und baut die Siegesserie auf vier Spiele aus. Der TSV verpasst den Sprung auf einen Nicht-Abstiegsplatz.

"Das war heute ein grottenschlechtes Fußballspiel", resümierte ASV-Trainer Udo Prell nach der Partie. Für sein Team sprang zwar der Sieg heraus, dennoch strapazierten die Akteure die Nerven der Zuschauer nicht unerheblich. "Wir haben die drei Punkte und unsere Serie hält an", so Prell weiter. Dabei startete die Partie mit viel Tempo, schon in der ersten Minute hätten die Hausherren eigentlich in Führung gehen müssen: Maikötter schlug einen weiten Ball in die Niederndorfer Hälfte, Helmig verlängerte unglücklich. Das Leder landete bei Kaiser, der frei vor dem Tor verzog. Lonnerstadt hatte sich einiges vorgenommen und spielte weiter nach vorne. In der sechsten Minute köpfte Geyer eine Kaiser-Flanke knapp am Tor vorbei, eine Minute später musste ASV-Keeper Weber bei einem Fernschuss von Götz sein ganzes Können aufbieten. "Zu Spielbeginn erarbeiten wir uns immer gute Chancen. Uns gelingt es aber nicht, diese zu verwandeln", so Lonnerstadts Trainer Günther Kropf. Auch dieses Mal sollte nichts Zählbares für den TSV herausspringen. Stattdessen markierte Niederndorf schnell die Führung: Kaltenhäusers Abschluss konnte Pflügner nur zur Seite abwehren – hier brauchte Nimmrichter nur noch einzuschieben (10.). In der Folgezeit wurde die Partie immer schlechter. Dazu trug auch der Lonnerstadter A-Platz bei, der bald holpriger wurde und ein Kombinationsspiel nicht zuließ.
Passenderweise setzte mit Beginn der zweiten Halbzeit auch noch Regen ein – was die Laune der Fans nicht verbesserte. Vor allem Lonnerstadt kam in der Offensive fast nur durchs Zentrum, die Angriffe waren deshalb leicht auszurechnen für die ASV-Verteidiger Schmidt und Helmig. Erst die Hereinnahme von Al-Qaddo in der 60. Minute belebte die Partie für den ASV. Einen Eckball klärte Lonnerstadt genau vor die Füße von Rockwell, der das Leder aus 16 Metern daneben setzte (61.). Längst war Niederndorf dem 2:0 näher, als die Hausherren dem Ausgleich, in der 75. Minute bediente Kaltenhäuser bei einem Konter Lorenzana, der den Ball genau in die Arme von Pflügner bugsierte. Und auch der eingewechselte Peetz scheiterte wenig später am TSV-Schlussmann, Ackermann hatte ihn freigespielt (82.). Schließlich durften die Gäste aber doch noch einmal jubeln: Peetz flankte in den Strafraum, über Umwege landete der Ball bei Nimmrichter. Statt zu schießen legte der Außenverteidiger aber auf Kaltenhäuser ab, der das Spielgerät zur Vorentscheidung in die Maschen schlenzte (83.). Dabei blieb es, denn auch Schiedsrichter Storch schien genug von der Partie zu haben: Pünktlich und ohne eine Minute Nachspielzeit beendete er die Partie.

"Niederndorf macht mit der ersten Aktion das Tor, danach laufen wir hinterher. Das kostet Kraft, aber wir haben ein junges Team und werden daran arbeiten", zog Kropf die Lehren aus der Partie und sein Gegenüber Prell hielt fest: "Wir haben zu Beginn der Saison öfters gut gespielt und verloren – heute war es eben anders herum." bho

Quelle: fupa.net/bho
Bilder: © Giulia Iannicelli