Ansprechpartner

Frank Hasslauer

Vergnügungswart

09193 / 507 468
0176 - 617 713 67
Frankhasslauer@gmx.de

Katharina Kaiser

stellv. Vergnügungswart

0171 959 7644
katharina.looshorn@gmail.com

JUBILÄUM Die Theatergruppe des TSV Lonnerstadt besteht seit 60 Jahren. Da schwelgen die Darsteller gerne in Erinnerungen. Am 14. November präsentieren sie ihr neuestes Stück.

Lonnerstadt — „Heiße Brühe undefinierbaren Geschmacks!“ Wieder und wieder musste Dieter Karl den wohl selbst für ein „Nordlicht“ schwierigen Satz wiederholen. Für den TSV-Laienspieler mit einschlägig Loschedder Dialekt war das geradezu ein Zungenbrecher.
Der „harte Kern“ der TSV-Truppe schwelgt angesichts des 60-jährigen Jubiläums der Theateraufführungen in Erinnerungen. Dabei kommt die Rede immer wieder auf Karl-Heinz Kaiser, der nach Meinung der eingefleischten Laienspieler als Regisseur ein Perfektionist war.
 
Eine, die von Anfang an dabei war, ist Hilde Haberkamm, geborene Hausmann. Im Gasthaus aufgewachsen, musste sie einspringen, wann immer jemand gebraucht wurde. Eine Voraussetzung gab es allerdings: Man musste konfirmiert haben, bevor man zum ersten Mal die Bühne betrat. Ein ungeschriebenes Gesetz, das auch heute noch gilt.
Hilde Hausmann hatte 1949 konfirmiert und ging im gleichen Jahr auf die Bretter, die für sie lange Zeit zwar nicht die Welt bedeuteten, aber doch enorm wichtig waren. „Der keusche Lebemann“ war der Titel des Drei-Akters, da erinnert sich „die Hilde“ noch ganz genau. Auch für Regina Bruckmann, geborene Reif, war die Konfirmation die Schwelle, die sie überschreiten musste, um ins Ensemble aufgenommen zu werden. Gerade 14 Jahre jung war sie damals und musste in die Rolle einer 65-Jährigen schlüpfen.
 
Am Marktplatzfest angeheuert
Gudrun Thoma kam zum Theaterspielen „wie die Jungfrau zum Kind“. Beim Marktplatzfest hat man sie angeheuert und gleich musste die junge Frau eine politisch engagierte Oma der Partei der „Grauen Panther“ darstellen. Gudrun Thoma hat auch schon Regie geführt. In den ersten „Theater-Jahren“ hat diese Aufgabe automatisch der TSV-Vorsitzende übernommen. Bis 1987 Karl-Heinz Kaiser kam und der Truppe seinen Stempel aufdrückte. Seit er sein Amt niedergelegt hat, führt abwechselnd ein Mitglied der Truppe Regie.
„Es wird weiter gehen“, davon sind die Mitglieder auch nach sechs Jahrzehnten überzeugt. Einen „festen Stamm“ an Spielern gibt es immer. Mitunter kommt ein neues Mitglied dazu, ein anderes pausiert dafür. Worin liegt eigentlich die Faszination des Laientheaters? Eine Frage, die nur ein völlig Unbedarfter stellen kann. „Wenn man merkt, dass das Spiel beim Publikum ankommt“, stellen unisono alle Darsteller fest. Dann ist auch die Vorbereitungszeit mit rund 30 Proben so gut wie vergessen.
 
Kindervorstellung
„Chaos in der Muckibude“, ein Stück mit vielen Irrungen und Wirrungen, studiert die TSVTruppe für diese Saison ein. Aufführungen sind für Samstag,14. November, um 19.30 Uhr, Sonntag, 15. November, 18 Uhr, Freitag, 20. November, und Samstag, 21. November, jeweils 19.30 Uhr, sowie Sonntag, 22. November, um 18 Uhr geplant. Eine Kindervorstellung, zu der alljährlich auch die Einrichtung der Barmherzigen Brüder Gremsdorf eingeladen ist, gibt es am Samstag, 14. November, um 14Uhr.

Quelle: Fränkischer Tag, 16. Oktober 2009, Evi Seeger
 
 
  • Diese "Braut" traut sich was

  • Männer lassen in Lonnerstadt Puppen tanzen

  • Loschedder Generalangriff auf die Lachmuskeln

  • Theater: Schauspieler hinter Gittern

Joomla! Hosting from