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Faschingstruppe 2017

Die Aktiven des TSV Lonnerstadt blasen zum Frontalangriff auf Höchstadt. Die Jugend findet Gefallen am "Loschedder Gwaaf" und steigt mit in die Bütt. Vier Stunden Klamauk, Büttenreden, Tanz und Show: Die Faschingsgaudi des TSV Lonnerstadt begeisterte am Samstag die Besucher im ausverkauften Sonnensaal. In bewährter Weise führte "Captain" Thomas Bär "mit versauten und anderen Witzen" durch das Spektakel.

DJ Gilbert Willkomm begleitete die Akteure mit den Klängen des Radetzky-Marsches beim Ein- und Auszug und untermalte die Gags musikalisch. Unzählige Male donnerte der Schlachtruf "Loschedder - Gwaaf" durch den Saal.

 
Um Gwaaf ging es insbesondere bei den vielen Büttenreden, deren Reigen Cathrin Teufel eröffnete. Die einzige Teufelin - Mutter und zwei Schwestern hatten der Bühne Adieu gesagt - outete sich als Single. "Ich hasse Hochzeiten. Wozu dieser Aufwand", fragt sich die Lonnerstadterin. In fünf Jahren wären die doch ohnehin wieder geschieden. Und überhaupt - ohne Männer sei alles viel leichter, findet Cathrin Teufel, die ihren Traumprinzen bis jetzt noch nicht gefunden hat.
 
Kein Blatt vor dem Mund
Der alte Haudegen Hans Singer hat sich noch nie ein Blatt vor den Mund genommen. Sowohl allein als auch mit Tochter Linda teilte er auf der Bühne kräftig aus. Nicht zuletzt in Richtung "Heschedd" (Höchstadt) und Gremsdorf. "Beppo soll sich mal Gedanken machen, warum alle Feste außerhalb der Stadtmauern gefeiert werden", war seine Botschaft an den Höchstadter Bürgermeister. Allein daran, dass der Lonnerstadter Sonnensaal barrierefrei zu erreichen ist, wird es wohl nicht liegen.
 
Dass in der Nachbarkommune der Aischgrund mitsamt seinen Überschwemmungsgebieten total überbaut wird, bis letztendlich "alles abgesoffen ist", relativiert das Lonnerstadter Original: Die aus dem Boden schießenden Supermärkte hätten ja Schlauchboote als Kassenschlager anzubieten. Die Besucher aus Höchstadt und Gremsdorf nahmen die pauschale Schelte gelassen. Zumal das Lonnerstadter Urgestein auch vor der eigenen Haustüre kehrte. Die Lonnerstadter Gemeindeväter würden "völlig skrupellos" über Nacht Bebauungsplanvorschriften außer Kraft setzen. Die Raiffeisenbank habe man verscherbelt und eine Künstlerin habe eine tausendjährige Eiche verstümmelt.
 
Auch die Kirche bekam ihr Fett weg: "Mutti ist am vierten Advent mit am klan Rausch von der Kergn ham kumma!" Einem Freigeist wie Singer sei es denn auch gestattet, im Bühnenbild "viereckige" statt runde Luftballons zu malen.
 
"Feiern könna mer"
"Wenn mer nix könna, aber Feste feiern könna mer", stellte Moderator Thomas Bär fest. Und Recht hat er. Auch wenn sich die alte Garde größtenteils aus den Faschingssitzungen verabschiedet hat - junge Leute wachsen nach. Die stellten sich - Hilde Haberkamm und ihr einstiger Tante-Emma-Laden sind unvergessen - brav an der Kasse eines Supermarkts an.
 
Wolli Weinkauf findet nach einem Besuch im Schwimmbad: "Gar nicht so schlecht, so ein Tag!" Und Markus Lenk verrät in der Bütt Geheimnisse aus seinem Liebesleben. Dazwischen sorgten Sketche, Lieder und Tänze für Schwung und Unterhaltung. Die Herzen aller anwesenden Damen ließ ein Männerballett höher schlagen: Die Herren hatten sich mit Kittelschürzen und Kopftuch in Saubermänner verwandelt. Schwarzlicht zauberte bei einem Tanz tolle Effekte auf die Bühne. Im Finale brachten "Stars aus aller Welt" internationales Flair in den Sonnensaal.
 
Die Faschingsgaudi wird übrigens am Freitag, 8. Februar, Samstag, 9. Februar, und am Rosenmontag, 11. Februar, noch einmal aufgeführt. 
 
Quelle + Bilder: Evi Seeger, www.infranken.de