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Die "Große Faschingsgaudi" des TSV Lonnerstadt war erneut ein großer Zuschauermagnet.

Des muss a Höschedder g"wesen sein! Welcher Trottel geht sonst mit Sandalen ins Gebirg." Lenki und Philipp (Markus Lenk und Philipp Rehder) von der "Krückstockkompanie" rätseln auf einer Parkbank über die Herkunft des "Ötzi". Sterpersdorf, Mailach oder Ailsbach ist er ihrer Meinung nach nicht zuzuordnen, weil "Hirn fehlt, Werkzeug fehlt und er vom Gletscher überrollt wurde".

Bei der "Großen Faschingsgaudi" des TSV Lonnerstadt im Sonnensaal kamen die Nachbargemeinden diesmal vergleichsweise glimpflich weg. Bei den Loschedder Narren hat ein Generationswechsel stattgefunden, der sich schon bei der Eröffnung bemerkbar machte. Viele von der alten Garde sitzen nun lieber im Publikum als auf der Bühne zu unterhalten. Der das feststellte, gehört aber eindeutig zum Inventar der Faschingsgaudi: Thomas Bär, Moderator in unzähligen Sitzungen, hat sich kaum verändert: Mit Witzen und Gags am laufenden Band füllt er die Umbau-Pausen, bringt seine Zuhörer zum Lachen und leert ganz nebenbei in gut vier Stunden so manches Glas Bier.

Von der alten Truppe steht auch Wolli Weinkauf noch auf der Bühne. Sein Revier sind die Büttenreden und Sketche, die auf zwischenmenschliche Beziehungen wie auf feine (und auch derbere) Nuancen des Miteinanders abzielen. Die Unterschiede zwischen Männern und Frauen beispielsweise - insbesondere in den Denkvorgängen - scheint Wolli bestens erforscht zu haben, wenn er über "von Konflikten geschüttelte Seelen" spricht.

Ambulant ja, stationär nein
Aber es wäre ja nicht Fasching, käme nicht das genau andere Extrem zum Vorschein: Iris (Iris Uebler) und Steffi (Katharina Looshorn), die als Putzfrauen gleich zu Beginn die Herzen des Publikums im Sturm eroberten. Auf der Suche nach dem "ganz tollen Typen", müssen sie feststellen, dass genau die, nach denen sie Ausschau halten "seit langem versklavt sind". Pech gehabt - oder doch nicht? Wie sagt Steffi doch so schön: "Ambulant tät ich noch mal an aufnehmen, aber stationär tu ich mir das nicht mehr an."

Dass gleich zu Anfang ein zünftiger "Paartanz" die Bühne in Beschlag nahm, kam der Stimmung sehr zu gute. Schuhplattelnd drehten sich die Paare im alpenländischen Rhythmus. Thomas Bär holte zum Schlachtruf aus, der im Verlauf des Abends noch unzählige Male ertönen sollte: "Ein dreifach Loschedder - Gwaaf!"
Überhaupt - die Tänze: Von den ganz jungen bis zu den gestandenen Männern in "Wickies Weltreise" -die TSVler haben es einfach drauf. Da fehlte selbst ein gespenstisch anmutender "Schwarzlicht-Tanz" nicht. Die Jugend hatte sich so allerhand für die Bütt ausgedacht. "Jaggi" - Jaqueline Bär - hatte nicht nur wegen der verweigerten Streicheleinheiten Frust auf allen Ebenen. "In jedem Schuppen steh'n die Puppen vor dem Damenklo", sangen Wolli Weinkauf und Frank Haslauer mit Gitarrenbegleitung von Marlen Derrer. Ein Highlight der ganz besonderen Art, da Frank Haslauer - beabsichtigt oder unbeabsichtigt, wer weiß das schon - Probleme mit dem Text hatte. Was ihm mehr Lacher einbrachte als die total perfekte Aufführung.

Noch Karten da
Das Bühnenbild stammte auch in diesem Jahr wieder vom einstigen Akteur Hans Singer. Für den in "Loschedder Gschichten" nicht bewanderten Zuschauer stellte das Bühnenbild vielleicht einfach nur eine Gegend dar, in der sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen. Für den Kenner aber hatte Singer sehr tiefgründig ganz anderes vor Augen: Das Politthema einer abgesägten Eiche in Fetzelhofen und ein Gewitter über der Kirche von Lonnerstadt. Wie im wirklichen Leben!

Für die Aufführungen am Freitag, 13. Februar und Rosenmontag, 16. Februar gibt es noch Karten im Gasthaus zur Sonne, Telefon 09193/3491

Quelle: Text und Bilder, Evi Seeger   www.infranken.de

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