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Die Theatergruppe des TSV Lonnerstadt zeigt das Stück "Geht die Katze, tanzen die Mäuse". 

"Morgens Fango - abends Tango!" Erika Brösel freut sich schon auf die Kur, die sie nach einer Operation antreten soll. Mit ihr freut sich aber auch Detlef, seit 25 Jahren ihr Ehemann, der bei Erika ganz schön unterm Pantoffel steht. "Geht die Katze, tanzen die Mäuse" heißt die Komödie, mit der die Theatergruppe des TSV Lonnerstadt am Samstag Premiere feierte. Ein herrlicher Klamauk, so recht nach den Herzen der Zuschauer, die im Sonnensaal ein paar unbeschwerte Stunden verleben konnten.
Detlef Brösel (Wolfhart Weinkauf), einst ein bekannter Draufgänger und Weiberheld, will die Abwesenheit seiner Angetrauten (Katharina Kaiser) nutzen, um zusammen mit seinem Freund Eberhard (Udo Blankenbühler) wieder mal "richtig die Puppen tanzen zu lassen". Dass sich den beiden auch Youngster Hannes (Thomas Schuster) sowie Opa Kurt (Markus Ruhmann) aus dem Seniorenheim anschließen, war nicht geplant. Schließlich zieht das Quartett aber los und verbringt einen feuchtfröhlichen Abend in der "Zauberflöte", einer neuen Kneipe. Unschwer zu erraten, dass es in der Nacht zu Verwicklungen und Verwechslungen kommt.
Was die Herren allerdings nicht wissen, ist, dass die kurende Ehefrau ihre Freundin Klothilde (Conny Panten) als "Aufpasserin" auf sie angesetzt hat. Nachbarin Johanna, dargestellt von Bianca Scheidel, tut ein weiteres, um die abwesende Ehefrau auf dem Laufenden zu halten.
"Der alte Besen will mir die nächsten drei Wochen versüßen", sagt Detlef, alias Wolfhart Weinkauf, seinem Freund Eberhard über Klothilde. Womit Detlef nicht gerechnet hat: Klothilde zeigt Gefühle für den unterdrückten Ehemann. Conny Panten lässt in der Rolle erahnen, welch ungeahnter Vulkan unter einer kühlen Fassade schlummern kann. Und Wolli Weinkauf gibt diesen "Typ" Mann hervorragend. Großspurig, so lange seine Frau nicht in Sicht ist, aber ganz klein, sobald sie wieder in sein Umfeld tritt.
Hinzu kommt Markus Ruhmann, der Opa Kurt nach durchzechter Nacht und "Filmriss" auf eine Art und Weise verkörpert, die beim Zuschauer Lachtränen hervorruft. Dass Opa Kurt in Hedwig, gespielt von Maritta Schockel, noch eine Verehrerin hat, macht die Situation nicht einfacher. Denn die resolute Hedwig kommandiert Klothilde, in der sie die Putzfrau vermutet, über alle Maßen. Am Ende kommt es - fast wie im richtigen Leben: "Kaffee, Cafe Latte oder Cappuccino", fragt Detlef seine vorzeitig zurück gekehrte Ehefrau unterwürfig nach ihren Wünschen. Aber auch die dominante Erika zeigt späte Einsicht.
Erstmals auf der Bühne ist bei dieser Aufführung Jacqueline Bär in der Rolle der "Pussi Lilli". Die Besetzung mit den Newcomern Jacqueline Bär und Thomas Schuster zeigt, dass in Lonnerstadt noch genügend schauspielerisches Potenzial für kommende Jahrzehnte schlummert. Noch aus der alten Garde kommt Gudrun Thoma, die Regie führt und einst selbst auf den Brettern stand. Eine neue Generation ist "Backstage" angetreten: Für die Technik und den Bühnenaufbau zeichnen Frank Hasslauer, Jens Löser, Jan Kropf und Benjamin Bär verantwortlich. Die Maske liegt in Händen von Jasmin Müller, Souffleuse ist Gerlinde Lettenmeier.

Weitere Aufführungen

Karten gibt es noch für die Aufführungen am Freitag, 11. November und Samstag, 12. November, jeweils um 19.30 Uhr, sowie am Sonntag, 13. November, um 18 Uhr: ab Mittwoch im Vorverkauf im Gasthof zur Sonne oder bei Katharina Kaiser, Telefon 0171 959 7644.

Quelle: www.infranken.de
Bilder: Evi Seeger

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