Viele Spender ermöglichen neuen Spielturm

Lonnerstadt — Rund 6000 Euro waren nötig, um das Projekt "Spielturm" des TSV Lonnerstadt möglich zu machen.

Der "Verein für die ganze Familie", wie es auf der Homepage heißt, möchte damit seinen vielen jungen Mitgliedern eine sichere Spielmöglichkeit bieten. Auf seinem Sportgelände ist schon seit längerem ein Spielplatz, nun war vor allem die Rutsche veraltet. Sie wird ersetzt durch ein neues Multifunktionsspielgerät, auf dem die Kinder nicht nur rutschen, sondern auch klettern können.
Um das Projekt allerdings zu realisieren, bedarf es eine Menge Werbung. Bei der VR-Bank Erlangen-Höchstadt-Herzogenaurach wurde das Projekt zuerst vorgestellt, bevor man über ein Crowdfunding-Projekt Unterstützer finden musste.
Crowdfunding ist eine Art der Finanzierung, bei dem Vereine und Organisationen wie der TSV Lonnerstadt die Möglichkeit haben, Geld für ein teures Projekt zu sammeln. So wirbt der Verein um Unterstützer, die mit einer Geldspende das Vorhaben vorantreiben. Das vorab gesetzte Ziel muss in einem bestimmten Zeitraum erreicht werden, andernfalls fließt das Geld wieder zurück zu den Unterstützern und es gilt als gescheitert.
Als Anreiz, um Spender zu finden, bot der TSV neben einmal rutschen auf dem neuen Spielgerät auch das Einlaufen mit der Damenmannschaft an, die aktuell in der BOL (Bezirksoberliga) spielt.
Rund 90 Spender konnte der TSV damit finden und sammelte somit einen Großteil der Finanzierung ein. Für jede Geldspende, die für das Projekt einging, legte die VR-Bank noch einmal jeweils 10 Euro hinzu. 600 Euro bekam man dann noch von Weihnachtskürbis e.V., einem sozialen Verein, der Kinder in Franken unterstützt. Der Kontakt entstand durch den Gesamtjugendleiter Thomas Hagen, dessen Frau Anette für Weihnachtskürbis e.V. aktiv ist. "Wir sind nun ganz gut aufgestellt im Spielplatz-Bereich", erklärt Vorstand Frank Iftner am Samstag auf der Einweihung des Spielgerätes. Demnach sei das Projekt "problemlos abgelaufen". "Das sollte sich jeder Verein überlegen", sagt er zu dem Crowdfunding-Projekt. Für die Zukunft möchte man beim TSV aber vorerst nicht noch einmal so ein Vorhaben starten, vor allem, weil man die Unterstützer nicht zu sehr beanspruchen möchte.

 

Die Vorstandschaft des TSV Lonnerstadt. Auf dem Spielgerät sitzt Anette Hagen (Zweite von links), die durch ihr Engagement maßgeblich zur Finanzierung beigetragen hat. Foto: Yannick Hupfer